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FAMA - Herbsttagung 2017
27. + 28. November 2017

FAMA-Messefachtagung in der Landesmesse Stuttgart
 
 
 
 
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Presseinformation – Berlin, 19. April 2012

Bundesfinanzministerium

Neuigkeiten aus dem Bereich der umsatzsteuerlichen Beurteilung von sog. "Messeleistungen"

Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) hat seine bisherige Auffassung bezüglich der Ortsbestimmung von sonstigen Leistungen im Zusammenhang mit Messen in Folge eines EuGH-Urteils (EuGH C-530/09 \"Inter-Mark\", Urteil vom 27. Oktober 2011) verworfen.

Nach bisheriger Auffassung gehörte die Planung, die Gestaltung sowie der Auf-, Um- und Abbau von Messe- und Ausstellungsständen zu den sonstigen Leistungen, die in einem engen Zusammenhang mit einem Grundstück stehen. Somit richtete sich der Ort der Leistungen in diesen Fällen nach § 3a Abs. 3 UStG und die Leistungen galten am Ort der Messe als ausgeführt.

Nun kann es sich, in Abhängigkeit von den konkreten Umständen des Einzelfalles, um
1. Werbeleistungen
2. Leistungen im Zusammenhang mit kulturellen, künstlerischen, sportlichen, wissenschaftlichen, unterrichtenden, unterhaltenden oder ähnlichen Leistungen, oder um
3. Vermietungsleistungen beweglicher körperlicher Gegenstände handeln.
Eine Leistung im engen Zusammenhang mit einem Grundstück hatte der EuGH verneint.

Die bislang von der Finanzverwaltung vertretene Auffassung war eine deutsche Besonderheit, die kein anderer EU-Staat teilen konnte. Durch das genannte EuGH-Urteil wurde diesbezüglich nun eine Harmonisierung hergestellt.

Zur Orientierung gelten folgende Grundsätze:
• Überlassung von Standflächen: Ort der Messe.
• Veranstaltungsleistung*: Im B2B-Fall der Ort, an dem der Empfänger sein Unternehmen betreibt.
• Planung, Gestaltung sowie Aufbau, Umbau und Abbau von Ständen: Im B2B-Fall der Ort, an dem der Empfänger sein Unternehmen betreibt (bislang: Ort der Messe).

*Veranstaltungsleistung: Diese wird angenommen, wenn neben der Überlassung von Standflächen mindestens 3 weitere Katalogleistungen erbracht werden.

Diese neuen Regelungen sind grundsätzlich auf Umsätze anzuwenden, die nach dem 31. Dezember 2011 ausgeführt werden.


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