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Presseinformation – Nürnberg, 27. August 2013

Telekommunikation - der Fels in der Brandung

Ergebnisse GfK TEMAX® Westeuropa – zweites Quartal 2013
Nürnberg, 27. August 2013 – Der Markt für Elektrogeräte in Westeuropa generierte im zweiten Quartal 2013 ein Umsatzvolumen von
44,3 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Rückgang von 3,8 Prozent. Im Verlauf des ersten Halbjahres summierte sich das Volumen auf 92,5 Milliarden Euro, ein Minus von 2,2 Prozent im Vergleich zum Vor-jahreszeitraum. Auf Länderebene verzeichneten Österreich, Schweden und Italien positive Wachstumsraten.
Der Markt für Telekommunikation erzielte als einziger der im GfK TEMAX ® Westeuropa beobachteten Sektoren nennenswerte Wachstumsraten. Ge-trieben vom anhaltenden Smartphone-Boom legten die Umsätze im zwei-stelligen Bereich zu. Informationstechnologie und Elektrokleingeräte er-reichten auf Länderebene ebenfalls gute Zuwächse. Die Bereiche Foto und insbesondere Unterhaltungselektronik kämpfen hingegen mit Rückgängen. Sättigungstendenzen, Preisverfall oder Substitution durch branchenfremde Produkte sind einige der Herausforderungen, die es dort zu meistern gilt.
Umsatzentwicklung technischer Gebrauchsgüter in Westeuropa










Quelle: GfK TEMAX® Westeuropa, GfK

Telekommunikation: Smartphone Vielfalt kurbelt Umsatz an
Sowohl im zweiten Quartal 2013 wie auch auf Halbjahresbasis setzte sich der Telekommunikationsmarkt dank zweistelliger Wachstumsraten an die Spitze der im GfK TEMAX ® Westeuropa beobachteten Sektoren. In den ersten sechs Monaten belief sich der Gesamtumsatz auf 19,1 Milliarden Euro, ein Plus von 12,6 Prozent. Knapp 9,6 Milliarden Euro wurden zwi-schen April und Juni erzielt. Das Umsatzplus in diesem Zeitraum betrug damit 14,2 Prozent.
Treiber des positiven Trends war einmal mehr das Mobiltelefonsegment. Obwohl die Verbreitung von Smartphones in den westeuropäischen Schlüsselmärkten schon relativ weit fortgeschritten ist, blieb das durch-schnittliche Niveau nicht subventionierter Preise weitgehend stabil. Zwar dringen verstärkt günstiger angebotene Geräte in traditionelles Handyterrain vor, gleichzeitig aber festigten Premiumprodukte am oberen Ende der Preisskala ihren Marktanteil. Verbraucher erwartet derzeit eine nie dage-wesene Vielfalt an Smartphones. Das Portfolio reicht von günstigen und einfachen Einstiegsgeräten bis zu sogenannten Phablets, einer Mischung aus Mobiltelefon und Media Tablet mit Bildschirmgrößen bis zu 7 Zoll. GfK geht für das Gesamtjahr 2013 von einer anhaltend dynamischen Umsatz-entwicklung im westeuropäischen Mobiltelefonmarkt aus.
Bitte beachten Sie, dass die Zahlen im Bereich Telekommunikation seit dem ersten Quartal 2013 auf Basis nicht subventionierter Preise ausgewie-sen werden. Historische Daten wurden entsprechend überarbeitet.
Elektrokleingeräte: Plus dank innovativem Staubsaugersegment
Im ersten Halbjahr 2013 wurden in Westeuropa insgesamt 6 Milliarden Euro mit Elektrokleingeräten umgesetzt. Das waren 2,3 Prozent mehr als in den ersten sechs Monaten des Vorjahres. Das zweite Quartal 2013 trug mit einer positiven Wachstumsrate von 1 Prozent und einem Umsatzvolumen von 2,9 Milliarden Euro zu dieser guten Halbjahresbilanz bei. Schweden, Deutschland und Italien legten in diesem Zeitraum am stärksten zu.
Gerade die Staubsauger hatten großen Anteil am Wachstum des Elektro-kleingerätemarktes. Innerhalb des Segments stieg die Nachfrage nach akkubetriebenen Handstaubsaugern und Robotern. Ansonsten geht der Trend klar zu beutellosen Geräten. Staubsauger mit Beutel entwickelten sich hingegen leicht rückläufig. Einen positiven Umsatztrend verzeichneten auch traditionelle Küchenmaschinen sowie speziell in Deutschland Kaffee- und Espressovollautomaten. Deren wachsende Bedeutung und die in die-sem Bereich sinkenden Durchschnittspreise trugen jedoch zu den Rück-gängen bei traditionellen Filterkaffeemaschinen bei. Die Zukunftsaussich-ten sind insbesondere für das Onlinegeschäft positiv. Im Vergleich zum zweiten Quartal 2012 wuchsen die Internetverkäufe im europäischen Markt für Elektrokleingeräte im zweistelligen Bereich.

Informationstechnologie: Heterogene Entwicklung im Computermarkt
Der westeuropäische Markt für Informationstechnologie erzielte auf Halb-jahresbasis eine stabile Wachstumsrate von 0,1 Prozent. Das in den ersten sechs Monaten 2013 generierte Umsatzvolumen belief sich auf insgesamt 27,2 Milliarden Euro. „Top Performer“ auf Länderebene waren Österreich, Belgien, die Niederlande und Portugal. Das zweite Quartal 2013 lag mit einem Umsatz von 12,6 Milliarden Euro hingegen 3,3 Prozent hinter dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Schwächere Entwicklungen in Spanien, Frankreich, UK und Deutschland drückten den IT-Markt insgesamt ins Mi-nus. Auch die teilweise deutlich positiven Wachstumsraten der übrigen, im Rahmen des GfK TEMAX ® Westeuropa, beobachteten Länder konnten dies nicht mehr ausgleichen.
Der europäische IT-Markt wird vorwiegend durch die Entwicklungen im Bereich Computer beeinflusst. Die Nachfrage der Konsumenten kon-zentrierte sich dabei nach wie vor auf innovative Produkte wie Media Tab-lets oder die besonders schlanken und handlichen UltraThin Notebooks. Diese Segmente erzielten in Westeuropa weiterhin positive Wachstumsra-ten. Die erwirtschafteten Umsatzgewinne reichten im zweiten Quartal jedoch nicht aus, die rückläufige Nachfrage im klassischen Computergeschäft mit mobilen und stationären Rechnern zu kompensieren.
Elektrogroßgeräte: Negativtrend in Italien flacht spürbar ab
In Westeuropa summierten sich die erzielten Umsätze mit Elektrogroßgerä-ten auf 7,2 Milliarden Euro im zweiten Quartal und 14,6 Milliarden Euro im ersten Halbjahr 2013. Die entsprechenden Wachstumsraten waren dabei mit minus 0,7 Prozent beziehungsweise minus 1,1 Prozent für den Zeitraum Januar bis Juni jeweils negativ. Positive Entwicklungen verzeichneten hingegen die Märkte in Österreich, Deutschland und Schweden. Trotz an-haltender Schwierigkeiten in den südlichen Ländern, flachte der negative Umsatztrend in Italien zuletzt spürbar ab.
Die Verkäufe von unverzichtbaren Produkten wie Waschmaschinen und Kühlschränken stiegen wieder an. Einbaugeräte hingegen standen aufgrund des anhaltend schwächelnden Immobilienmarktes im Beobach-tungszeitraum weiter unter Druck. Während die Märkte in Italien, Spanien, Frankreich, Griechenland und Portugal verstärkt auf niedrigere Preisklassen setzen, kristallisierte sich in Deutschland, UK und Schweden der ge-genteilige Trend zum „Trading-up“ heraus. In diesen Märkten kauften die Konsumenten bevorzugt energieeffiziente, benutzerfreundliche Geräte mit größeren Kapazitäten. Deutschland und Österreich verzeichneten im zwei-ten Quartal zudem noch eine außergewöhnlich hohe Nachfrage nach Er-satzgeräten, vor allem im Bereich der Gefriergeräte. Ausgelöst wurde dies durch die extreme Hochwassersituation im Frühling und die dadurch her-vorgerufenen Schäden in Teilregionen.

Bürogeräte und Verbrauchsmaterial: Wachstumsimpulse fehlen
Die Halbjahresbilanz des westeuropäischen Bürogerätemarktes fällt mit einer negativen Wachstumsrate von 3,9 Prozent verhalten aus. Das zwi-schen Januar und Juni 2013 erwirtschaftete Umsatzvolumen betrug 7,7 Milliarden Euro. Auch das zweite Quartal lag mit einem wertmäßigen Rück-gang von 3,7 Prozent und einem Umsatz von 3,7 Milliarden Euro im Minus. Nur Spanien und Griechenland entwickelten sich in diesem Zeitraum ge-genläufig und generierten positive Wachstumsraten. Dennoch steht der Markt für Bürogeräte und Verbrauchsmaterialien insgesamt weiter unter Druck. Immerhin schwächte sich der negative Trend in den meisten Ländern etwas ab oder stabilisierte sich zumindest. Damit geht vom zweiten Quartal ein kleines, aber positives Signal aus.
Im Bereich der Hardware waren es vor allem Drucker, die Einbußen ver-zeichneten. Sowohl Laser- als auch Tintenstrahlgeräte kämpften zuletzt mit Umsatzrückgängen. Eine etwas differenziertere Entwicklung zeigte sich bei den Multifunktionsgeräten. Zwar bewegte sich auch dieser Bereich insge-samt weiter im Minus, die Umsatzrückgänge im Tintenstrahlsegment schwächten sich zuletzt jedoch ab. Eine der spannenden Fragen für die Zukunft wird sein, ob das vielbeachtete Thema des 3D-Druckens neben viel Fantasie auch die benötigten Wachstumsimpulse für den Bürogeräte-markt bringt.
Foto: Hochwertige Kameras bergen Potential
Insgesamt 1,8 Milliarden Euro wurden im ersten Quartal 2013 mit den im GfK TEMAX® Westeuropa beobachteten Foto-Warengruppen umgesetzt. Das entspricht einem wertmäßigen Rückgang von 12,9 Prozent. Die kumu-lierte Entwicklung für das erste Halbjahr war mit minus 9,2 Prozent eben-falls negativ. Zwischen Januar und Juni 2013 belief sich das komplette Umsatzvolumen auf 3,5 Milliarden Euro. Auf Länderebene konnte sich in diesem Zeitraum nur Österreich gegen den Trend stemmen und eine posi-tive Wachstumsrate erzielen.
Innerhalb des Fotomarktes gibt es unterschiedliche Trends und Entwick-lungen. Kameras, die eine aus Verbrauchersicht vergleichbare Fotofunktio-nalität wie Smartphones aufweisen, werden zunehmend durch die digitalen Alleskönner substituiert. Davon betroffen sind vor allem einfach ausgestat-tete Kompaktkameras mit niedrigen Zoomfaktoren. Positive Signale gingen hingegen von hochwertigen Digitalkameras und anspruchsvollen Fixed-Lens Kameras aus.Sie steigerten ihre Umsätze. Von technisch gut ausge-statteten Kameras, die gegenüber Smartphones wesentliche Verbesserun-gen in Bildqualität und Handling bieten, sind auch künftig entsprechende Wachstumsimpulse zu erwarten.

Unterhaltungselektronik: Streamingfähige Produkte wachsen in rück-läufigem Markt
Die in den westeuropäischen Märkten mit Unterhaltungselektronik erzielten Umsätze beliefen sich im zweiten Quartal 2013 auf 6,5 Milliarden Euro. Die Wachstumsrate lag damit 24 Prozent unter der des Vorjahresvergleichs-zeitraums. Während in 2012 die Verkäufe aufgrund der Abschaltung des analogen TV-Signals und der Fußball Europameisterschaft überdurch-schnittlich anzogen, machte sich das Fehlen solch kräftiger externer Impul-se nun deutlich bemerkbar. Über das Halbjahr gesehen war die Entwicklung zwar etwas besser, mit minus 19,7 Prozent aber noch immer deutlich rückläufig. Zwischen Januar und Juni wurden insgesamt 14,4 Milliarden Euro generiert.
Die Nachfrage nach Geräten, die Surfen unterstützen, steigt auch im Be-reich der Unterhaltungselektronik. So erhöhte sich im zweiten Quartal 2013 der Anteil internetfähiger „Smart-TVs“ innerhalb des Flachbildfernseher-Segments deutlich, in Deutschland sogar auf 60 Prozent. Die Vernetzung mit mobilen, internetfähigen Geräten wie Smartphones und Media Tablets sorgte wiederum für neue Impulse im Bereich
Audio. Konsumenten benötigen hochwertige Audiolösungen, die sich leicht mit ihrer auf mobilen Geräten gespeicherten Musik verbinden lassen. Er-wartungsgemäß wuchsen die Umsätze entsprechender Produkte wie bei-spielsweise Docking-Lautsprecher. Aufgrund des derzeit deutlich wach-senden Streaming Markts in Westeuropa erwartet GfK auch für das zweite Halbjahr 2013 eine Fortsetzung dieses positiven Umsatztrends im Audio-segment.
GfK TEMAX® Westeuropa: Warten auf ein Ende der Finanzkrise
Sowohl der Umsatz des zweiten Quartals 2013 von 44,2 Milliarden Euro als auch das im ersten Halbjahr erzielte Volumen in Höhe 92,5 Milliarden Euro lagen hinter den jeweiligen Vergleichszeiträumen des Vorjahres. Ein deutli-ches Zeichen, dass die Finanz- und Schuldenkrise, trotz positiver Entwick-lungen wie zuletzt in Portugal, insgesamt noch nicht ausgestanden ist. Zwar haben einzelne Länder den Tiefpunkt der Rezession mittlerweile überschritten, doch die Konjunktur kommt vielerorts nur schleppend in Gang. Die meisten Länder Europas haben nach wie vor mit hoher Arbeits-losigkeit und schlechten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu kämpfen. Dennoch steigt die Hoffnung auf ein mittelfristiges Ende der Finanzkrise. Gestützt wird sie von Einschätzungen der Europäischen Zentralbank und Indikatoren, die Anzeichen einer langsamen Erholung senden. Für eine Stabilisierung des westeuropäischen Technikmarktes im zweiten Halbjahr 2013 sind diese Faktoren wichtige Signale.

Tabellarische Zusammenfassung

Quelle: GfK TEMAX® Westeuropa, GfK
Zur Studie
Der GfK TEMAX® ist ein Index zum Markt der technischen Gebrauchsgüter. Die Ergebnisse basieren auf regelmäßigen Erhebungen des Handelspanels der GfK. In das Handelspanel fließen weltweit Daten von mehr als 425.000 Verkaufsstellen ein. Seit Februar 2009 erhebt GfK den GfK TEMAX® auch international in mehr als 30 Ländern. Er stellt erstmals umfassende Gesamtmärkte für technische Gebrauchsgüter in verschiedenen Ländern dar. In den GfK TEMAX® Westeuropa fließen Daten aus elf Ländern direkt (AT, BE, DE, ES, FR, GR, IT, NL, PT, SE, UK) und vier Ländern (CH, DK, FI, NO) hochgerechnet ein. Die elf Berichte und Pressemitteilungen sind unter www.gfktemax.com abrufbar.
Wenn Informationen aus dieser Pressemitteilung oder von www.gfktemax.com zitiert werden, bitten wir, explizit auf GfK TEMAX® als Quelle zu verweisen.
Weitere Informationen:
Stefan Schmidt, T +49 911 395-3108, stefan.schmidt@gfk.com
Wolfgang Seubold, T +49 911 395-3570, wolfgang.seubold@gfk.com
Über GfK
GfK ist eines der größten Marktforschungsunternehmen weltweit. Annä-hernd 13.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erforschen, wie Menschen leben, denken und konsumieren. Dabei setzt GfK auf permanente Innovati-on und intelligente Lösungen. So liefert GfK in über 100 Ländern das Wis-sen, das Unternehmen benötigen, um die für sie wichtigsten Menschen zu verstehen: ihre Kunden. Im Jahr 2012 betrug der Umsatz der GfK
1,51 Milliarden Euro. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.gfk.com/de. Folgen Sie uns auf Twitter: www.twitter.com/gfk_de

Informationen zum Download

Telekommunikation___der_Fels_in_der_Brandung.pdf

Weitere Informationen:

http://www.gfk.com/de/news-und-events/presse/pressemitteilungen/Seiten/default.aspx


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