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FAMA - Herbsttagung 2017
27. + 28. November 2017

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Presseinformation – Düsseldorf, 03. Juli 2014

ALUMINIUM 2014: Premiere des Recycling-Pavillons

• Fachmesse zeigt Möglichkeiten des Aluminium-Recyclings
• Industrie baut Wiederaufbereitungs-Kapazitäten aus

In der Aluminiumindustrie gewinnt „Urban Mining“ zunehmend an Bedeutung. Gebrauchtes Aluminium gilt als ergiebige und unverzichtbare Rohstoffquelle, der hohe Materialwert garantiert eine umfassende Rückgewinnung des Metalls. Die Recycling-Raten aus Anwendungsbereichen wie Automobilen oder Gebäuden betragen in Deutschland mittlerweile rund 95 Prozent, bei Verpackungen über 87 Prozent. Andere Industriestaaten zeigen ähnlich hohe Quoten. Das Potential und die technischen Möglichkeiten des Recyclings zeigt vom 7. bis 9. Oktober die ALUMINIUM Weltmesse in Düsseldorf, die das Thema mit einem eigenen „Recycling Pavillon“ in den Fokus rückt.

Mit dem neuen „Recycling Pavillon“ spiegelt die Messe die verstärkte Ausrichtung der Aluminiumindustrie auf die Themen Nachhaltigkeit und Energieeffizienz wider. Auf dem Gemeinschafsstand in Halle 9 zeigen spezialisierte Industrieunternehmen aus Deutschland, Italien, Spanien, China und Dubai ihre Lösungen zur Wiederaufbereitung des Leichtmetalls. Der „Recycling Pavillon“ wendet sich u.a. an Schrotthändler, Hersteller von Sortieranlagen, Zerkleinerungsanlagen, Umschmelzanlagen und Anbieter von Sekundäraluminium.

597.400 Tonnen Aluminium wurden nach Angaben des Gesamtverbandes der Aluminiumindustrie (GDA) im Jahr 2013 in Deutschland im Umschmelzverfahren produziert. Darunter fällt neben Neuschrott aus der laufenden Aluminiumproduktion (wie Bleche, Bänder, Profile und Späne) auch Altschrott aus bereits gebrauchten Aluminium-Produkten. Zum Vergleich: Die Produktion von Hüttenaluminium in Deutschland betrug im gleichen Zeitraum 492.400 Tonnen.

Die globale Nachfrage nach Hütten- und Umschmelzaluminium zieht unterdessen weiter an. Doch lediglich ein Drittel des Aluminiumbedarfs kann derzeit durch die Rückgewinnung aus Schrotten gedeckt werden. Die Nachfrage nach Aluminium wächst stärker als der Rückfluss von Aluminiumschrotten, so der GDA.

Energieeinsparung von 95 Prozent durch Recycling

Das Recycling von Aluminium sichert nicht nur die Rohstoffversorgung, sondern minimiert vor allem den Schadstoffausstoß und spart Energie. So werden für die Rückgewinnung von Sekundäraluminium nur fünf Prozent jener Energie eingesetzt, welche für die Herstellung von Primäraluminium benötigt wird. Die Reinheit und der niedrige Schmelzpunkt (660°C) sorgen dabei für die hohe Recyclingfähigkeit von Aluminium. Der Kreislauf der Wiederaufbereitung ist ohne Qualitätseinbußen unendlich wiederholbar. Der weltweite Bestand an Aluminium, das noch in Form von Produkten genutzt wird, ist zudem eine Ressourcenbank: Geschätzte 75 Prozent des Aluminiums, das je erzeugt wurde, ist noch in Gebrauch und hat teilweise bereits vielfache Recyclingprozesse durchlaufen.

Industrie baut Kapazitäten aus

Um die Nachfrage zu bedienen und urbane Rohstoffquellen noch intensiver zu nutzen, baut die Aluminiumindustrie ihre Recycling-Kapazitäten massiv aus. Der Aluminiumkonzern Novelis, Aussteller auf der ALUMINIUM, hat Anfang Juni erfolgreich den ersten Aluminiumbarren mit einer Länge von fast 10 Metern Länge in seinem neuen Recyclingwerk in Nachterstedt, Sachsen-Anhalt, gegossen. Die neue Anlage, die im Herbst ihre volle Produktion aufnehmen wird, soll jährlich rund 400.000 Tonnen Walzbarren aus recyceltem Aluminium erzeugen und damit die weltweit größte ihrer Art sein.

Erst im Mai hatte Hydro Aluminium angekündigt, am Standort Neuss 45 Millionen Euro in eine neue, integrierte Recyclinglinie für gebrauchte Getränkedosen zu investieren. Damit will Hydro insbesondere dem wachsenden Bedarf an recyceltem Aluminium im Verpackungsbereich Rechnung tragen. Die bisherige Jahreskapazität von 50.000 Tonnen im Rheinwerk in Neuss soll auf mehr als 100.000 Tonnen erhöht werden. Aus dem hergestellten Flüssigmetall wird unmittelbar wieder Vormaterial für neue Getränkedosen gefertigt.

Auch die AMAG Austria Metall AG plant, ihre Recycling-Kapazitäten weiter auszubauen und hat beim Ausrüstungs-Spezialisten Hertwich Engineering einen besonders energiesparenden Schmelzofen mit einer Kapazität von rund 76.000 Jahrestonnen in Auftrag gegeben. Das Besondere daran: Der Ofen weist einen niedrigen Energieverbrauch auf und eignet sich auch zum Einschmelzen von Schrotten mit organischen Anhaftungen. Dabei nutzt die Anlage die Energie aus organischen Anhaftungen zum Vorwärmen des Festmetalls und zur Beheizung.

Recycling-Abkommen sichern Materialnachschub

Aufgrund der derzeit teils niedrigen industriellen Produktion in Europa nahmen die verfügbaren Schrottmengen in den letzten Monaten ab und führten darüber hinaus zu steigenden Preisen. Derzeit verbessert sich die Situation. Um jedoch jederzeit einen entsprechenden Nachschub an Sekundäraluminium zu garantieren, schloss der amerikanische Aluminiumproduzent Alcoa bereits im vergangenen Jahr ein spezielles Recycling-Abkommen mit Flugzeughersteller Boeing.

Danach werden die Aluminium-Produktionsabfälle, die beim Bau von Flügeln und Flugzeugrümpfen anfallen, von Alcoa recycelt. Die eingeschmolzenen Alu-Legierungen werden danach zu neuen Produkten für die Flugzeugherstellung verarbeitet. Insgesamt sollen so laut Alcoa jährlich rund 3.600 Tonnen Aluminium recycelt werden.

Ähnlich verfährt auch die Trimet AG aus Essen, Deutschlands größter Aluminiumproduzent: Durch die Rücknahme des Aluminium-Schrotts von Kunden aus der Automobil-, Elektro- und Maschinenbauindustrie löst das Unternehmen gleichzeitig deren Entsorgungsproblem. Im Gegenzug erhalten die Kunden auf Wunsch recyceltes Material oder Produkte wie Walzbarren oder Hüttengusslegierungen. 200.000 Tonnen Aluminium recycelte Trimet nach eigenen Angaben im vergangenen Geschäftsjahr – 40 Prozent der gesamten Produktionsmenge.

ALUMINIUM 2014 zeigt Potential des Recyclings

Aluminium-Recycling ist ein profitables Geschäft, das zeigt die ALUMINIUM Weltmesse, die vom 7. bis 9. Oktober in Düsseldorf stattfindet. Auf der weltweit größten Branchenveranstaltung der Aluminiumindustrie treffen sich Aluminiumhersteller, Verarbeiter, Anbieter von Technologien und Ausrüstungen für die Produktion, Weiterverarbeitung und Veredelung. In vier Messehallen zeigen rund 950 Aussteller aus 50 Nationen das volle Leistungsspektrum der Branche: Von der Produktion des Werkstoffs über die Verarbeitung bis zum Endprodukt – und über den Recycling-Prozess zurück zum Rohmaterial. Mit dem Recycling-Pavillon schafft die Messe erstmals einen eigenen Anlaufpunkt für die Recyclingbranche. Zu ihrer 10. Auflage bleibt die ALUMINIUM dabei auf Wachstumskurs: Bereits wenige Monate vor Messestart sind die Hallen 9 bis 12 des Düsseldorfer Messegeländes nahezu vollständig belegt.

Über die ALUMINIUM 2014

Auf der ALUMINIUM 2014, der weltweit größten Branchenveranstaltung der Aluminiumindustrie, treffen sich Aluminiumhersteller, Verarbeiter, Anbieter von Technologien und Ausrüstungen für die Produktion, Weiterverarbeitung und Veredelung. Mit Unterstützung des GDA Gesamtverband der Aluminiumindustrie und der EAA European Aluminium Association zeigt die Messe alle zwei Jahre das volle Leistungsspektrum der Branche: Von der Produktion des Werkstoffs über die Verarbeitung bis zum E

Weitere Informationen:

http://www.aluminium-messe.com


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