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FAMA - Herbsttagung 2017
27. + 28. November 2017

FAMA-Messefachtagung in der Landesmesse Stuttgart
 
 
 
 
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Presseinformation – Düsseldorf, 16. Oktober 2015

Jeder Raum ein Unikat - Wie der Digitaldruck Erlebniswelten für Vertrieb und Handel schafft

Digitaldruck prägt schon lange unseren Alltag – im Kleinen. Ob Tintenstrahldrucker auf dem Schreibtisch oder Visitenkarten in Mini-Auflage: Digitaldruck kommt überall zum Einsatz, wo Einzelstücke oder kleine Serien entstehen. Seit einiger Zeit hält die Technik Einzug in die großen Dinge im Leben. Bedruckt werden Paneele, Fliesen, Trennwände, Textil oder Teppichböden. Ideale Voraussetzung zur totalen Durchgestaltung von Räumen – und für individuelle Erlebniswelten.

„Bis auf flüssige und stark poröse Stoffe kann man heute alles bedrucken, sogar Glas\\\", sagt Joachim Stumpp, Geschäftsführer der Materialagentur raumPROBE. „Denken Sie an Milchglaseffekte, Sicht- und Sonnenschutz – und natürlich klassische Grafiken, vom Ornament bis hin zum Firmenlogo. Das hält ewig und ist gerade im Außenbereich die beste Alternative.\\\" Der Architekt befasst sich intensiv mit Möglichkeiten, die Digitaldruck in der Materialbearbeitung bietet: „Schon vor Jahren haben wir ein Projekt vorgestellt, in dem ein Teppichhersteller seine Eingangshalle von 400 m² mit einem gezoomten Kölner Stadtplan aus dem 16. Jahrhundert ausgelegt hat. Heute ist sogar noch mehr möglich: Man kann mit UV-Farben drucken, die im Dunkeln leuchten. Damit lassen sich nicht nur schöne Effekte erzielen, sondern auch zum Beispiel Notleitsysteme in Böden integrieren.\\\"

Mike Horsten, General Manager Marketing EMEA bei Mimaki Europe, einem der führenden Hersteller von Großformat-Tintenstrahldruckern und Schneideplottern, sieht im Interior Design großes Potenzial und Wachstumstrends für den digitalen Textildruck.

„Heute ist in der Innenraumgestaltung individuelles Design gefragt. Textilien spielen hier als Gestaltungselemente eine immer größere Rolle. Die Bandbreite reicht dabei von Bezugsstoffen bis zum Wandbehang. Die heutige Drucktechnologie verschafft den Designern die Freiheit, kreativ zu sein und ermöglicht, ihre Visionen zu verwirklichen. Und das tut Räumen und den Menschen, die sich darin bewegen, gut.\\\"

Flächen über Nacht auf den Kunden anpassen

Auf der viscom 2015 in Düsseldorf legt der Veranstalter denn auch einen besonderen Schwerpunkt auf das Thema Digitaldruck in der Objektgestaltung. Hier wird deutlich, wie sehr sich die Welt geändert hat: Während noch vor wenigen Jahren die Raumgestaltung die Domäne von finanzkräftigen Unternehmen war, die einheitliches Design in Großserie produzieren ließen, gilt nun auch hier: die Schnellboote überholen die Tanker.„Digitaldruck ist gerade für kleine Serien in kleinen Objekten ideal\\\", sagt Stefanie Schumann, Business Development Managerin bei Canon Deutschland, einem der großen Player im Markt. \\\"Wer zum Beispiel ein Ladenlokal von 15 Quadratmetern Grundfläche hat, kann sich sehr effizient ein völlig frei gestaltetes Ambiente verschaffen. Flächen können quasi über Nacht angepasst werden. Der Druck geht noch schneller als das Verlegen. Wir brauchen beim Digitaldruck ja keine Formen oder Schablonen.\\\"

Folien fördern Interaktion

Aber auch Große können schnell denken. Das weiß Philipp Frank, Head of Content+Ideation bei der Kölner Agentur Dreiform zu berichten. Für den Verpackungshersteller und langjährigen Kunden Avery Dennison designte Franks Team den neuen Hauptsitz in Leiden als Customer Experience Center.

„Wir haben das Wegeleitsystem mit einem Algorithmus berechnet, mit Farben kombiniert und mit großformatigen Grafiken versehen, zum Beispiel Portraits von Wissenschaftlern, nach denen die Besprechungsräume benannt sind. Ein intelligenter Code übersetzt Pixelbilder ganz unterschiedlicher Ausgangsqualität in den Label-Look. Wir haben Doppelportraits verschiedener Pixeldichte auf Folie gedruckt und auf die hintereinander liegenden Glasflächen der Besprechungsräume aufgetragen, so dass die Portraits sehr plastisch wirken.\\\" Im Empfangsbereich, der Besuchern die Aktivitäten und Produkte von Avery Dennison näher bringt, wurden Möbel in großem Stil gewrappt: nicht nur als Reverenz an den Folienhersteller Avery Dennison, sondern auch, weil sich bestehende Räume mit Folie besonders flexibel gestalten lassen. „Dabei haben wir neben optischen auch haptische Aspekte in den Vordergrund gerückt – zur Förderung des intuitiven Verständnisses\\\", so Frank. Denn Druck kann längst auch Relief integrieren.

Neue Chancen für den stationären Handel

Das Projekt zeigt bereits, was Fachleute auch für andere Branchen immer mehr kommen sehen: intelligente Showroom-Gestaltung. „Wir werden erleben, wie sich Verkaufsräume zu Kontaktpunkten entwickeln, in denen Kunden testen, probieren, konfektionieren – und sich emotional binden\\\", zeichnet Stefanie Schumann die Entwicklung vor.

Über welchen Kanal dann gekauft wird, kann dabei offen bleiben – vielleicht im Internet. „Webshopping und normales Shopping wachsen ohnehin zusammen\\\", so Schumann, „REWE hat längst ein Online-Portal mit Lieferservice, Zalando macht dafür reale Schuhgeschäfte in den Innenstädten auf.

Beide stellen sich mit Erfolg neuer Konkurrenz. Heute muss man überzeugen, wenn man Kunden binden will.\\\" Und weil man Erlebnisse gern teilt und zum Staunen an zentrale Orte kommt, kann die neue Welt der Shopgestaltung sogar dazu beitragen, die Innenstädte wieder attraktiver zu machen. Ambiente und Wertigkeit, intensives Erleben und Kommunizieren funktionieren nun mal dort am besten, wo die Menschen an das Zusammentreffen gewöhnt sind, nämlich in der City.

Totale Gestaltungsfreiheit

Zurück zum Alltag im Kleinen: Bald, so sind sich Branchenvertreter einig, hält die totale Individualisierung auch in den Haushalten Einzug. Schon heute ist es möglich, sich seine eigene Tapete zu gestalten, demnächst wird es zur preisgünstigen Selbstverständlichkeit.
„In Zukunft geht das sicher auch mit funktionellen Tapeten, die Klima und Licht integrieren\\\", wagt Stefanie Schumann einen Ausblick.
ist der Effekt umwerfend. „Da werden sich die Gestaltungsmöglichkeiten erweitern.\\\"

Joachim Stumpp gerät als kunstaffiner Mensch schon heute ins Schwärmen:
„Der Digitaldruck in der Architektur schafft längst eigene Welten. Das Faszinierendste, was ich gesehen habe, war eine Grafik, die über Böden, Wände und Decken ausgeführt war. Man ist mitten im Kunstwerk und die Raumkanten lösen sich geradezu auf. Das muss schon gut geplant und vorbereitet werden, weil man auf unterschiedlichen Materialien druckt. Wenn das alles farblich exakt aufeinander abgestimmt ist, ist der Effekt umwerfend.\\\"

Vom 4. bis 6. November findet in Düsseldorf die viscom 2015 statt, die einzige europäische Fachmesse Europas zur visuellen Kommunikation. Im Themenbereich objektdesign wird in diesem Jahr ein besonderer Schwerpunkt auf Digitaldruck und das Storytelling für Räume gelegt.

Über die viscom düsseldorf 2015
Die viscom zeigt als einzige Fachmesse Europas einen 360°-Blick über die visuelle Kommunikation, branchenübergreifend impulsgebend. Mit ihren sechs Themenwelten large format printing, signmaking, object design, digital signage, POS display und POS packaging hat sie eine klare Struktur und bietet damit jeder Branche Raum für die eigene Identität. Entscheidend für Aussteller und Besucher der viscom ist die Mischung aus klassischer Messe mit anwendungsorientierten Sonderschauen, europaweit relevanten Auszeichnungen und einem umfangreichen Rahmenprogramm. Auf der Besucherseite richtet sich die viscom an Werbetechniker, Lichtwerber, Car Wrapper, Maschinen- und Materialverkäufer ebenso wie an Markenartikler, Marketingentscheider aus Handel und Industrie, Objektdesigner, Agenturen und Kreative.
2015 findet die viscom, die alternierend in Frankfurt und Düsseldorf veranstaltet wird, von Mittwoch, dem 4. November bis Freitag, dem 6. November in Düsseldorf statt. Erwartet werden rund 300 Aussteller und 13.000 Fachbesucher.

Weitere Informationen:

http://www.viscom-messe.com


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